Pflanzenwissen
Gelb blühende Wildpflanzen
Es blüht und blüht! Doch was sind das eigentlich für gelb blühende Wildpflanzen? In Deutschland gibt es hunderte verschiedener Arten mit gelben Blüten oder Blütenständen, aus ganz unterschiedlichen Familien. Wir stellen euch hier einmal 20 häufige und gelb blühende Wildpflanzen vor und sagen etwas zum Aussehen und Essbarkeit.
Unsere Weiterbildungen:
Löwenzahn (Taraxacum officinale): Bestimmungsmerkmale sind die typischen gelben Blütenköpfe und die „schrotsägeförmigen“ Blätter. Sie sind nicht giftig und können als Nahrung verwendet werden. Es gibt übrigens dutzende Arten: sie sind alle essbar. Hier findest du mehr Infos über diese Pflanze.
Wiesen-Pippau (Crepis biennis): Eine gelb blühende Wildpflanze, die in lockeren, zarten Blütenständen angeordnet sind. Ein besonderes Bestimmungsmerkmal sind seine reinweißen „Flugschirmchen“, die bei den anderen, ähnlich aussehenden Gattungen eher gräulich wirken.
Habichtskraut (Hieracium-Arten): Es gibt viele verschiedene Habichtskrautarten, die meisten haben gelbe Korbblüten. Manchmal werden sie mit Pippau verwechselt. Sie sind nicht giftig, werden aber nicht häufig als Heilpflanzen verwendet.
Gänsefingerkraut (Potentilla anserina): Dieses weit verbreitete Wildkraut ist leicht an seinen hellgelben, fünfblättrigen Blüten und den charakteristischen gefiederten Blättern zu erkennen. Die Blätter haben oft einen silbrigen Schimmer, der sie bei Sonnenlicht fast glänzend erscheinen lässt.
Schöllkraut (Chelidonium majus): Die gelben Blüten und der gelbe Milchsaft sind charakteristisch. Schöllkraut ist in größeren Mengen giftig und sollte nicht ohne fachkundige Anleitung verwendet werden. Hier kannst du unser Schöllkraut Saatgut kaufen (link)
Johanniskraut (Hypericum perforatum): Erkennbar an den gelben Blüten mit fünf Blütenblättern und den durchscheinenden Drüsen auf den Blättern. Johanniskraut ist nicht giftig und wird oft als Heilpflanze („Antidepressivum“) verwendet. Hier kannst du unser Johanniskraut Saatgut kaufen (link)
Kanadische Goldrute (Solidago canadiensis): eine sehr häufige, gelb blühende Wildpflanze. Charakteristisch sind die langen Rispen mit vielen kleinen gelben Blüten. Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich extrem verbreitet. Die Goldrute ist nicht giftig und wird unter anderem bei Blasenbeschwerden verwendet.
Gelber Steinklee (Melilotus officinalis): Dieses Kraut hat kleine gelbe Blüten, die in Trauben angeordnet sind, und dreiteilige Blätter.
Rainfarn (Tanacetum vulgare): Erkennbar an den vielen kleinen gelben Blüten, die in flachen Rispen angeordnet sind. Rainfarn kann in großen Mengen giftig sein.
Huflattich (Tussilago farfara): Die gelben Blütenköpfe erscheinen vor den Blättern im Frühjahr. Huflattich wird oft als Heilpflanze verwendet, kann aber Pyrrolizidinalkaloide enthalten.
Königskerze (Verbascum-Arten): Es gibt viele verschiedene Arten von Königskerzen, die meisten haben gelbe Blüten. Sie sind nicht giftig und werden oft als Heilpflanzen verwendet.
Kleearten (Trifolium sp.): Es gibt sehr viele gelb blühende Kleearten, mitunter sind die Blütenstände sehr klein.
Echte Schlüsselblume (Primula veris): Die gelben, röhrenförmigen Blüten sind charakteristisch. Schlüsselblumen sind nicht giftig und werden manchmal als Heilpflanze verwendet.
Hornklee (Lotus corniculatus): Er hat kleine, leuchtend gelbe Blüten. Hornklee ist nicht giftig und wird manchmal als Heilpflanze verwendet.
Acker-Gänsedistel (Sonchus arvensis): Diese Pflanze ist auf Äckern, Wiesen und Straßenrändern zu finden und zeichnet sich durch ihre hellgelben Blütenstände aus
Großer Klappertopf (Rhinanthus angustifolius): Er hat gelbe Blüten und ist bekannt für seinen trockenen, „klappernden“ Samenstand. Der Große Klappertopf ist nicht giftig.
Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris): Erkennbar an den hellgelben Blüten, die in Rispen angeordnet sind. Jakobs-Greiskraut ist giftig bzw. krebserregend / leberschädigend und sollte nicht verzehrt werden.
Hahnenfuß: Es gibt mehrere Arten von Hahnenfuß in Deutschland, die alle gelbe Blüten haben. Viele Hahnenfußarten können jedoch Hautreizungen verursachen und sollten nicht ohne Handschuhe berührt oder gar verzehrt werden.
Ackersenf (Sinapis arvensis): Diese Pflanze hat leuchtend gelbe Blüten mit vier Blütenblättern. Ackersenf ist nicht giftig und kann als Gewürz verwendet werden.
Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia): Auch bekannt als Schmalblättrige Doppelsame, ist die Wilde Rauke eine weit verbreitete Wildpflanze, die auf trockenen, steinigen oder kiesigen Standorten oft in Städten und entlang von Straßenrändern zu finden ist. Die Pflanze hat gelbe, vierblättrige Blüten und lanzettlich geformte, tief gelappte Blätter, die an Rucola erinnern, eine Kulturpflanze, die eng mit der Wilden Rauke verwandt ist. Hier findest du mehr Infos über diese Pflanze.