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Beifuß - Eistee

Das sommerliche Wildkräutergetränk

Wenn du dir im Sommer eine Erfrischung gönnen willst, kannst du dich dafür sehr gut an den regional zu findenden Wildkräutern bedienen. Für ein Glas erfrischenden Eistee stellen wir dir heute ein Rezept mit Beifuß und Holunderblütensirup vor.

Die Pflanze: Beifuß

Beifuß gehört – auch wenn man ihm dies auf den ersten Blick nicht ansieht – wie Kamille, Gänseblümchen und Sonnenblume zu den Korbblütlern (Asteraceae).

Der gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) war in der Vergangenheit ein sehr beliebtes Würzkraut, welches mittlerweile leider fast in Vergessenheit geraten ist. Du bist im Alltag sogar bestimmt schon des Öfteren an der Pflanze vorbeigelaufen, da sie oft und zahlreich unter anderem an vielen Wegrändern und Gebüschen zu finden ist. So unscheinbar das Wildkraut optisch ist, lohnt sich ein näherer Blick und die Entdeckung seiner kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten. Denn die im Beifuß enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle geben Speisen einen spannenden und aromatischen Geschmack und überzeugen vor allem in gebratenen und gebackenen Gerichten. Die Bitterstoffe sind auch noch gesund, da sie deinen Körper beispielsweise beim Verdauen fettiger Speisen unterstützen. Schon seit jeher gilt der Beifuß zudem als Pflanze der Frauen. An dieser Stelle ist uns allerdings wichtig zu sagen, dass aufgrund des Gehaltes an Thujon und Campher Schwangere von dem Verzehr von Beifuß absehen sollten.

***Achtung: Beifuß enthält Thujon und Campher, welche in höheren Dosen abtreibend (abortiv) wirken können. Daher wird von einer Verwendung durch Schwangere abgeraten***

***Achtung: nicht wenige Menschen sind gegen die Pollen allergisch. Allergiker sollten es meiden, diese Pflanze zu sammeln, ein Genuss der Blätter ist unbedenklich***

Wenn du noch mehr über Beifuß erfahren möchtest, kannst du dir weiter unten unser Artenprofil mit zusätzlichen Informationen über Sammelort, Verwechslungspartner, Namensherkunft, Mythologie, etc. ansehen.

Geschmack und Inhaltsstoffe des Beifuss Eistees

Beifuß schmeckt leicht bitter, würzig und herb. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Bitterstoffe und ätherische Öle, welche dem Eistee eine besondere Note verpassen. Bei dem Eistee kannst du mit der Intensität des Wildkrauts variieren, indem du mehr oder weniger Kraut für den Aufguss verwendest und es mehr oder weniger lang ziehen lässt. So kannst du dich auch an den Geschmack herantasten, wenn du noch nicht so viel Erfahrung mit der Verwendung von Beifuß oder der Wildkräuterküche im Allgemeinen hast.

Eine weitere wichtige Geschmackskomponente in dem Getränk ist die blumige Süße des Holunderblütensirups. Dieser kann aus den Blüten des schwarzen Holunders selbst hergestellt oder natürlich gekauft werden. Alternativ kann auch Sirup aus anderen Früchten und Blüten verwendet werden. Sehr gut schmeckt der Eistee beispielsweise auch mit Johannisbeersirup, der eine interessante Säure und Fruchtigkeit in das Getränk bringt.

Und jetzt viel Spaß beim Ausprobieren!

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Rezept Beifuss Eistee

Zutaten (für 1 Glas):

  • 2 Triebe mit Blättern und Blütenständen des Beifußes
  • Kochendes Wasser
  • Holunderblütensirup

Zubereitung:

  1. Gib den Beifuß in ein Glas und übergieße diesen mit kochendem Wasser. Damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen, decke die Tasse ab.
  2. Lasse den Aufguss gut auskühlen.
  3. Schmecke den Eistee je nach Bedarf mit Holunderblütensirup (oder einem anderen Sirup deiner Wahl) ab und serviere ihn mit Eiswürfeln.