Über uns

Unser Team:

 

Manuel Larbig

Geflecktes Lungenkraut - Waldsamkeit Kräuterwanderung

 

- Gründer von Waldsamkeit

- Biologe & Survivaltrainer

- Spezialgebiet: Botanik / Wildpflanzen, Feuer, Debris hut, Rechtliches

- Zert. Outdoor - erste Hilfe

- Zert. Themenzentrierte Interaktion

 

 

 

Jan Hanisch (Freier Trainer)

Geflecktes Lungenkraut - Waldsamkeit Kräuterwanderung - Ökologe & Survivaltrainer

- Spezialgebiet: Angeln & Jagd, Vögel, Feuer, Bogenbau

-  Zert. für ornithologische Führungen

Unser Konzept

Waldsamkeit wurde 2014 von Manuel Larbig und seiner damaligen Partnerin gegründet. Anfänglich der Umweltbildung von Kindern verschrieben, hat Waldsamkeit seine Angebotspalette stark erweitert. Seit 2017 stehen vermehrt Angebote für Erwachsene im Fokus, auch wenn Umweltbildung und - Sensibilisierung immer noch ein wichtiger Teil des Konzeptes darstellt.

Wir verstehen uns weder als große Problemlöser noch als solche, die "spirituelle Verbindungen" herstellen wollen. Wir möchten den Teilnehmern unserer Angebote helfen abzuschalten, zur Ruhe zu kommen, sich zu spüren. Die Umwelt fühlbar, erlebbar zu machen. Details zu entdecken, Neues zu lernen, an seine Grenzen herangeführt zu werden. Die allermeisten Techniken und Fähigkeiten, die der Mensch seit seiner über 200.000-jährigen Geschichte erlernt und weitergegeben hat, wurden innerhalb der letzten 150 Jahre auf den ersten Blick bedeutungslos. Auf den ersten Blick deshalb, weil diese Fähigkeiten uns, dem modernen Menschen, bei genauerer Betrachtung wertvolle Dienste Leisten können.

Doch wie hilft es nun dem modernen Menschen, wenn er in der Lage ist, einige Pflanzenarten erkennen und als Küchengewürz verwenden zu können, wenn er doch bequem online und vom Sofa aus alles mögliche bestellen kann? Oder eine kühle Nacht im Wald ohne Schlafsack verbringen zu können, wo einem das Smartphone doch direkt den Weg zur nächsten Pension zutrötet?

Argumente für die Beschäftigung mit Bushcraft / Survival

Es gibt viele Argumente für eine Beschäftigung mit diesen Fähigkeiten, das Argument der Stärkung der Überlebensfähigkeit ist zumindest hier in Deutschland (abgesehen Alpenraum) unserer Meinung nach das schwächste. Deutschland ist so dicht besiedelt und reich an Infrastruktur, dass es sehr unwahrscheinlich ist, ungewollt in eine Notsituation zu kommen aus der man mit Survivalkenntnissen erheblich höhere Überlebenschancen hat als ohne diese. Bei Fernreisen oder in den Alpen sieht das wiederum ganz anders aus. Da sind Grundlegende Fähigkeiten wie Wetterdeutung, Kenntnisse über Unterkühlung und Überhitzung, Trinkwassergewinnung und Nahrungsbeschaffung, sowie Outdoor-erste-Hilfe für einen Abenteuerreisenden in abgelegene Gebiete Pflicht, und bieten auch dem Pauschalurlauber eine gewisse Sicherheit im Umgang mit Extremsituationen. Wir sind keine sog. "Prepper", also Menschen mit apokalyptischen Weissagungskräften. Sollte ein Atomkrieg ausbrechen, helfen auch keine Survivalkenntnisse, bzw. wird es keine bewohnenswerte Erde mehr geben. Bei anderen Katastrophenszenarien wie ein Systemzusammenbruch, sind ein Stück Ackerland und eine handvolle Nutztiere wesentlich erfolgversprechender.

Waldsamkeit

Wer sich freiwillig mit Minimalausrüstung in die zivilisationsferne Natur begibt, geht einer Herausforderung entgegen. Zu beginn folgt ein Fehlschlag nach dem anderen, doch man wird mit der Zeit immer besser. Wer es dann doch noch schafft, mit den eigenen Händen Feuer zu bohren, fühlt sich als könnte er Bäume ausreißen. Das Selbstbewusstsein erhält einen Schub, schließlich erlernt man Fähigkeiten, welche (heute) von den allerwenigsten Menschen auf dieser Erde beherrscht werden. Zurückgekehrt in  den Alltag und Bürodschungel kann man sich in unsicheren Situation dieses Gefühl zurückholen und daraus schöpfen. Oder du bohrst Feuer auf dem Schreibtisch deines Chefs, kurz bevor der neue Arbeitsvertrag besprochen werden soll.

Auch wenn diese Fähigkeiten höchstwahrscheinlich parallel auf den unterschiedlichen Kontinenten entwickelt wurden, kann man hier trotzdem von einem kulturellen Erbe sprechen. Ob bei Naturvölkern in Afrika, Australien oder Südamerika - Techniken wie Feuerbohren verbinden. Zudem zeigen diese Fähigkeiten noch einmal ganz krass auf - es gibt nur eine Art Mensch: Homo sapiens.

Haben (die wenigen verbliebenen) Naturvölker dieser Erde noch eine wachsame und achtsame Beziehung zur Natur, nimmt der moderne Mensch diese bestenfalls noch als Erholungsraum war. Doch die Natur ist viel mehr als ein Erholungsraum - sie bietet alles, was man sich für nachhaltige positive Erlebnisse wünscht: Abwechslung, Intensität und Nachklang. Es ist für einen Stadtmenschen, welcher nur Hotelurlaube gewohnt ist, eine intensive Natur- und somit auch Selbsterfahrung, eine Nacht im Wald zu verbringen. Er muss ja nicht gleich in einer Laubhütte nächtigen, auch in einem Zelt wird die Nacht durch die vielen unbekannten Geräusche zum Erlebnis. Es gibt so viele Abstufungen von Naturerlebnis, wie es Menschen gibt. Während der eine noch Wochenlang von besagtem Waldzelten erzählt, machen andere ohne Ausrüstung Touren durch den Amazonas. Ein Aufenthalt mit wenig Ausrüstung und Luxus (also Ablenkung) führt unweigerlich zu einer Reflektion, bei vielen ist nun der Raum geschaffen, dass sich Gedanken, Sorgen und Wünsche frei im Geiste entfalten können. Viele wichtige und lebensverändernde Entscheidungen sind während solcher Aufenthalte in der Natur getroffen worden.

Sicher, es dauert oft eine Weile, bis man sich an die unkomfortableren Umstände gewöhnt hat. Doch hat man sich erst mal damit vertraut gemacht hat, fragt man sich recht bald, warum man eigentlich so unendlich viel Kram besitzt. Es geht ja auch alles ganz gut ohne. Manuel sagt dazu: "Mit Minimalausrüstung in der Natur zu sein hilft ungemein, sich immer wieder klar zu machen, in welchem luxuriösem Überfluss wir in Deutschland leben. Fließendes, warmes (!) Wasser im Haus. Hochwertiges Trinkwasser! Und das 365 Tage im Jahr."